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Skulptur

Frank Balves „Papierplastiken“ beruhen auf einem eigens von ihm entwickelten Verfahren, bei dem Zellstoff zunächst fein gehäckselt und dann in bis zu hundert Schichten auf einen Träger gesprüht wird. Je nach Dichte des Auftrags wird die Ursprungsform der entweder vorgefundenen oder konstruierten Träger zunehmend verunklart. Die schwer einzuordnende Konsistenz der blütenweißen oder durch Beimischen von Ruß pechschwarzen Oberflächen übt auf den Betrachter einen starken visuellen und haptischen Reiz aus. Aus der Ferne wirkt das Material weich wie Eischaum oder harscher Schnee, bei näherem Hinsehen eher rau und spröde, wie Kalkablagerungen oder Sediment. Dieser oszillierende Eindruck korrespondiert mit keiner bekannten Seherfahrung und wirkt daher auf das Auge hochgradig irritierend. Das saugfähige Material reagiert zudem auf seinen Untergrund. Auf Holz gesprüht vergilbt es etwa und lässt nach und nach die Maserung des Trägermaterials durchscheinen. Die Papierplastiken sind somit, ähnlich wie die Malerei, vom Künstler intendierten Veränderungsprozessen unterworfen.

Entwurzelung

PAPIERPLASTIK | PAPIERZELLSTOFF AUF HOLZ / GIPS | 120 X 100 X 150 CM | JANUAR 2016 |

Kleiderleichen

SKULPTUR | INSTALLATION KABINE 2 | KLEIDUNG / FLAMMENRUSS / PAPIERZELLSTOFF / HOLZ | 220 x 40 CM (3 UNIKATE) | 2013

[:de]

papierplastiken

Frank Balves „Papierplastiken“ beruhen auf einem eigens von ihm entwickelten Verfahren, bei dem Zellstoff zunächst fein gehäckselt und dann in bis zu hundert Schichten auf einen Träger gesprüht wird. Je nach Dichte des Auftrags wird die Ursprungsform der entweder vorgefundenen oder konstruierten Träger zunehmend verunklart.
Die schwer einzuordnende Konsistenz der blütenweißen oder durch Beimischen von Ruß pechschwarzen Oberflächen übt auf den Betrachter einen starken visuellen und haptischen Reiz aus. Aus der Ferne wirkt das Material weich wie Eischaum oder harscher Schnee, bei näherem Hinsehen eher rau und spröde, wie Kalkablagerungen oder Sediment. Dieser oszillierende Eindruck korrespondiert mit keiner bekannten Seherfahrung und wirkt daher auf das Auge hochgradig irritierend. Das saugfähige Material reagiert zudem auf seinen Untergrund. Auf Holz gesprüht vergilbt es etwa und lässt nach und nach die Maserung des Trägermaterials durchscheinen. Die Papierplastiken sind somit, ähnlich wie die Malerei, vom Künstler intendierten Veränderungsprozessen unterworfen.

 

entwurzelung

PAPIERPLASTIK | PAPIERZELLSTOFF AUF HOLZ / GIPS | 120 X 100 X 150 CM | JANUAR 2016 |

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kleiderleichen

SKULPTUR | INSTALLATION KABINE 2 | KLEIDUNG / FLAMMENRUSS / PAPIERZELLSTOFF / HOLZ | 220 x 40 CM (3 UNIKATE) | 2013 |

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Frank Balves „Kabine“ ist eigentlich ein Haus im Haus, das mit seinen einfachen Grundformen
an eine Kapelle oder ein Spielhaus erinnert. Im Inneren des schwarz verputzen Hauses, das sich in einem abgedunkelten Raum befindet, wird eine rätselhafte Szenerie von stroboskopartigem Licht erhellt: Unter einem Bett quellen Unmengen von Altkleidern hervor, die aus Nachlässen Verstorbener stammen. Zu Streifen zerschnitten, die dem Maß der schmalen Eingangstür entsprechen, bilden die Kleider auch die Basis der sieben Papierplastiken, die als „Kleiderleichen“ den schmalen Umraum des Hauses bevölkern. Der Betrachter wird nicht nur zu einer polysensuellen Raumerfahrung und aktiven Beteiligung an der Sinnstiftung animiert, sondern auch selbst zu einem performativen Element der Installation, wenn er beim Blick durch die Fensterscheiben den Blicken anderer Besucher hinter den gegenüberliegenden Scheiben begegnet.

 

einkaufswagen

PAPIERPLASTIK | 0,98 X 109 X 0,6 M | JANUAR 2013 |

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suchende anfang | mitte | ende

PAPIERPLASTIKEN  |  INSTALLATION 120 | SUCHENDE ANFANG / MITTE / ENDE  |  HÖHE CA. 40 CM | MAI 2012 |

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geliebte 1 | 2 | 3

PAPIERPLASTIKEN | FEBRUAR / OKTOBER / APRIL 2012 |

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haifisch

SKULPTUR | TEIL DER PARK INSTALLATION | HAIFISCH GLASKASTEN | STEIN | 500 x 1150 x 250 MM | APRIL 2013 |

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stand and walk

HOLZPLASTIK | PAPIERINSTALLATION | JANUAR 2011 |

[Best_Wordpress_Gallery id=”60″ gal_title=”stand and walk”][:en]

paper

Frank Balve‘s “Paper Sculptures” result from a process he developed in which he sprays finely chopped pulp onto a support in as many as one hundred layers. Depending on the density of the application, the form of the original found or constructed sup- port is increasingly obscured. Difficult to classify, the consistency of the snow-white or pitch black – created by mixing soot into the mixture – surfaces exert a strong visual and tactile appeal on the viewer. From a distance, the material resembles a light foam or crusty snow. Upon closer inspection, however, it is rough and brittle, like lime or sediment. This oscillating appearance is a rare visual experience and therefore is highly irritating to the eye. The absorbent material also reacts with its base structure. When sprayed on wood, it yellows and fades, allowing the support material to show. Thus, the paper sculptures are similar to the artist‘s paintings: subject to intentionally induced transformation processes. SO

 

entwurzelung

PAPER PULP PLASTIC | PAPER CELLULAR ON WOOD / CEMENT | 120 X 100 X 150 CM | JANUARY 2016 |

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kleiderleichen

PAPER PULP PLASTIC | INSTALLATION KABINE 2 | CLOTHES / SOOT / APER CELLULAR / WOOD | 3 X (220 x 40 CM) | 2013 |

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einkaufswagen

PAPER PULP PLASTIC | 0,98 X 109 X 0,6 M | JANUAR 2013 |

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suchende anfang | mitte | ende

PAPER PULP PLASTIC |  INSTALLATION 120 | SUCHENDE ANFANG / MITTE / ENDE  |  HEIGHT CA. 40 CM | MAY 2012 |

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geliebte 1 | 2 | 3

PAPER PULP PLASTIC | FEBRUARY / OCTOBER / APRIL 2012 |

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shark

SCULPTURE | PARK INSTALLATION | SHARK GLAS CASE | STONE | 500 x 1150 x 250 MM | APRIL 2013 |

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stand and walk

WOOD PLASTIC | PAPER PULP INSTALLATION | JANUARY 2011 |

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Installation (Raum) | Holz / Textil / Stacheldraht | September 2017